«Letzte Hoffnung: Bürgerbewegungen»

Die Sommerausgabe von «Die Gazette» widmet sich dem Niedergang der Demokratie in Europa. Colin Crouch schreibt über Postdemokratie, Peter-Cornelius Mayer-Tasch widmet sich der inszenierten Politik und Moritz Leuenberger erklärt, wie man in einer direkten Demokratie als Politiker vorgeht. Im Editorial heisst es:

Der eigentliche Skandal ist, mit welch eingeschüchtertem Schweigen unsere Vertreter und wir es uns gefallen lassen, dass eine bedenkenlose Exekutive mit Großkonzernen kungelt und sich dann hurtig mit einer Ethik-Kommission legitimiert. Vergisst, verdrängt, verleugnet sie , dass sie nur ausführendes Organ ist, «Exekutive» eben, Auftragnehmer des Souveräns (und von diesem auch noch bezahlt)?

Betrachtet sie Wahlen nur noch als Ermächtigungsrituale, um danach ohne lästige Rücksichten draufloszuregieren zu können (außer bei jenen Banken, die «too big to fail» sind und die, klar, gerettet werden müssen)? Da ist es geradezu ein Glück, dass es keine bundesweiten Volksabstimmungen gibt: Die Ergebnisse könnten echt stören.

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